Pfarrkirche St. Bernhard

Die Pfarrkirche St. Bernhard in Wald ist Bestandteil der Klosteranlage Wald, welches als Zisterzienserkloster im Jahre 1212 vom Grafen Burkard von Weckenstein gegründet wurde.

Sie gilt als Juwel an der Oberschwäbischen Barockstraße.

Die heute vorhandenen Gebäude sind größtenteils im 17. bis 19. Jh. erbaut, einige wenige Reste der romanischen Vorgängerbauten sind noch erhalten. Mit dem Kirchenbau der heutigen Pfarrkirche St. Bernhard wurde 1696 unter der Leitung von Jos Beer, Mitglied der bekannten Vorarlberger Baumeisterfamilie, begonnen. Beendet wurde der Kirchenbau bereits 2 Jahre später im Jahre 1698. Das einschiffige Langhaus und der Chor sind mit Halbkreistonnen überdeckt. Die Wände sind mit Pilastern und Fenstern gegliedert. Die tiefe Empore ruht auf sechs Eichensäulen und wurde als „Bet- und Psallierchor der Nonnen" genutzt.

Die Kirche erhielt ihre heute noch erhaltene, reichhaltige Ausstattung in den Jahren zwischen 1739 und 1772.

Die Stuckarbeiten wurden zwischen 1751 und 1753 von dem Stuckateur Johann Jakob Schwarzmann ausgeführt. Er teilte den Raum durch einen heute nicht mehr erhaltenen Stuckvorhang über der Brüstung der Nonnenempore in zwei etwa gleichgroße Teile und gestaltete jeden Teil durch die Schaffung eines großen Deckenfeldes in einen zentralen Raum. Schwerpunkt bildet dabei nunmehr der mittlere Raumteil.

1752 wurde der Auftrag zur Ausmalung der Kirche dem Rorschacher Johann Melchior Eggmann übertragen. Dieser beendete seine Arbeit jedoch frühzeitig und die Malereien wurden von dem Sigmaringer Maler Meinrad von Au beendet. Er gehört zu den bedeutendsten Malern des 18. Jh. in Oberschwaben. Weitere Werke seines Schaffens sind in Pfullendorf, Meßkirch, Sigmaringen und Haigerloch zu bewundern.

Besonders interessant ist die original Aichgasser-Orgel und die "heiligen Leiber".

Zusammenfassend kann wohl gesagt werden, dass die Pfarrkirche St. Bernhard aufgrund ihrer reichen Ausstattung in hoher künstlerischer Qualität und aufgrund des erhaltenen, ursprünglichen Zustands der Originalsubstanz mit zu den wertvollsten Kunstdenkmälern Hohenzollerns gehört.

freier Eintritt
frei zugänglich / immer geöffnet

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